Shimano DI2 - Campagnolo 11 fach
Die beiden Superneuheiten sind dieses Jahr sicherlich von Shimano und Campagnolo der breiten Öffentlichkeit vorgestellt worden. Schon im Vorfeld hat man viel erfahren können über Cahmpagnolos 11 fach Gruppen und Shimanos neuer Dura Ace die es noch einmal in der Topform mit Elektronik geben wird. Vergleicht man beide Hersteller auf der Messe war bei Shimano die Hölle los, der Stand von Campagnolo dagegen glich einer verweisten Carbonoase.
Shimanos neue Dura Ace wird den Code 7900 haben. Die Erwartungen die in der, man muss schon sagen, herkömmlichen Schaltversion gesetz wurden, wurden für uns übertroffen. Viele Räder an denen die neue Shimano Dura Ace 7900 verbaut war haben wir schon im Vorfeld gesehen. Das Wechselspiel zwischen poliertem Aluminium und Grau wirkt sehr edel und perfekt. Campagnolo dagegen geht unter und kann sich bei seinen Gruppen auch nur durch kleine Akzente intern unterscheiden. Die größte Veränderung erfährt Campagnolos 11fach Super Record bei den Schalt-Brems-Griffen mit denen man sich an Shimanos Wohlfühlform angenähert hat. Ach ja 11 fach, genau, Campagnolo bietet bei seinen drei besten Gruppen ein Ritzel mehr als alle anderen.
Shimano dagegen bleibt bei der 10 fach Variante und hat seine Komponenten dafür grundlegend überarbeitet. Die Bremsgriffe sind erstmals aus Carbon gefertigt und so ergonomisch nach außen gebogen, dass man sich hier wohl etwas von der guten Ergonomie der Sramgruppen abgeschaut hat. Auch das Schaltwerk hat etwas von dem schwarzen Gold abbekommen.
Den absolut umkämpftesten Bereich auf der Messe hat Shimano aber mit dem Rad geboten an dem man auch mal die elektronische Dura Ace ausprobieren konnte. Machen wir uns nichts vor, wirklich neu ist das elektronische Schaltsystem nicht, das beweist die Mavic Mectronik die bei uns im the bikers cave an einem Rad zu bewundern ist.
Was aber neu ist , ist, dass auch der Umwerfer elektronisch betätigt wird. Skeptisch waren wir ja was den Schaltkomfort der Gruppe angeht aber das was da geboten wird ist schon nachhaltig sehr beeindruckend! Wenn man die Mavic Mectronik kennt weiß man, dass diese die Gänge hinten nur schrittweise durchschalten kann. Ein schnelles Durchschalten von mehreren Gängen wie man es bei einem Sprintangriff brauch oder um auf einen solchen zu reagieren ist dort nicht möglich. Bei Shimano ist das anders. Schalten mit kleinen Tippern an den Schalttastern über die gesamte Kasette ist kein Problem. Hoch runter, hin und her, kreuz und quer, das mußte die Dura Ace nicht nur bei uns durchmachen sondern wird ihr auf der Messe den ganzen Tag abverlangt. Wirklich jeder wollte die Gruppe zu einem Fehler zwingen. Auf diesen konnte man jedoch vergeblich warten. Auch der Umwerfer ist sehr beeindruckend. Manchmal will die Kette beim herkömmlichen Schaltzug nicht auf das große Blatt hinauf oder man schaltet nicht weit genug runter und landet nur auf dem Korrigierschritt. Das kennen nicht nur Shimanobesitzer, auch andere Hersteller bieten solche, na nennen wir es mal Problemchen wenn man zu zaghaft mit den Hebelchen umgeht.
Der elektronische Umwerfer ist zwar nicht filigran aber darüber schaut man nach wenigen Sekunden gerne hinweg wenn man beobachtet wie fehlerfrei er arbeitet egal auf welchem Ritzel hinten die Kette am Arbeiten ist.
Was noch stört sind die Kabel die man nicht wirklich unsichtbar verlegen kann. Doch sehen wir mal ein paar Jahren in die Zukunft. Da wird es sich Shimano nicht nehmen lassen eine ausgereifte elektronische Funkschaltung auf den Markt zu schmeißen.
Ach ja, für diejenigen denen die Frage durch den Kopf geht, die Bremsen sind nicht elektronisch.
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